Zeckenalarm!
Mediziner warnen vor gefährlichen Infektionen durch Zeckenbisse in Deutschland und Europa.
Ein Biss kann schwere Krankheiten auslösen. Schützen Sie sich deshalb jetzt.
Nicht nur für den Menschen, auch für Haustiere, wie zum Beispiel Hunde und Pferde, können Zecken als Krankheitsüberträger ein Risiko darstellen.Auch Tierhalter sollten darum auf einen Schutz vor Zecken durch geeignete Mittel nicht verzichten.
Zecken beschränken sich nicht auf einzelne geografische Gebiete. Sie lauern im Garten und Wald, auf Spielplätzen und Schwimmbadwiesen, in Parks und sogar in den Dünen.
Borrelien – Vorsicht vor Zecken gilt für Mensch und Tier
Vom Frühjahr bis zum Spätherbst sind sie wieder aktiv: Zecken. Sie sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern können auch Krankheitserreger auf den Menschen oder Tiere übertragen, wie z.B. Borrelien.
Diese Bakterien lösen die so genannte Lyme-Borreliose aus. •Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken auf den Menschen übertragene Erkrankung in Europa. In Deutschland erkranken nach Schätzungen jährlich mehrere zehntausend Menschen.
Eine Infektion mit Borrelien kann nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nur bei drei bis sechs Prozent von einem Zeckenbiss betroffenen Personen, der Ausbruch einer Erkrankung bei lediglich 0,3 bis 1,4 Prozent festgestellt werden. Deshalb ist die Infektion besonders tückisch.
Borreliose
Beim Menschen können drei Stadien der Borreliose unterschieden werden:
1. Einige Tage bis Wochen nach der Infektion:
Charakteristische Hautrötung, die um den Zeckenbiss auftritt und sich ringförmig ausbreitet, die so genannte Wanderröte. Sie tritt in ungefähr 70 Prozent der Fälle auf. Allgemeine grippeähnliche Symptome wie Schweißausbrüche, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen u.a.
2. Einige Wochen bis Monate später:
Entzündungen der Nerven und der Hirnhaut. Starke, brennende Schmerzen, häufig um die ursprüngliche Bissstelle der Zecke. In einigen Fällen Lähmungen beispielsweise der Gesichtsmuskeln, selten auch Entzündungen des Herzens und Störungen des Herzrhythmus.
3. Monate bis Jahre nach der Infektion:
Fälle von chronischer oder schubweise verlaufender Gelenkentzündung, zumeist der Knie- und Sprung-gelenke, die Lyme-Arthritis, oder Hautveränderungen, die so genannte Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (zunächst zigarettenpapier-artig faltbare, blaurötlich schimmernde dünne Haut, im weiteren Verlauf Entzündungen der Nerven oder der Gelenke möglich)
Neuer Parasit: Die Auwald-Zecke
In immer mehr Regionen Deutschlands macht sich ein neuer Parasit breit: Die Auwald-Zecke. Sie ist größer und wendiger als der bei uns normalerweise vorkommende Holzbock. Mit ihrem Biss kann sie die so genannten Babesien übertragen.
Diese einzelligen Parasiten befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und können beim Blutsaugen auf den Wirt übergehen. Die daraus entstehende Infektionskrankheit, die Babesiose, kann tödlich enden. Bisher wurden vor allem Hunde von Auwald-Zecken befallen.
Schutz-Impfung
Eine Impfung gegen Zecken gibt es nicht. Es gibt wohl eine Impfung gegen FSME, sie schützt jedoch nicht vor Borreliose und andere Erreger.
Zeckenschutz-Mittel
Bisher bekannte, so genannte, Repellentien gegen Insekten zum Einreiben von Armen und Beinen, bieten meist einen nur kurz anhaltenden Schutz.
(Stiftung Warentest 05/08 – kein Mittel wurde mit „GUT“ bewertet. 12 von 20 erhielten „MANGELHAFT“)
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